ISH-Nachlese 2017 Neuheiten und Trends

in 2017

Alle 2 Jahre findet in Frankfurt die Leitmesse ISH statt. Alle namenhaften Sanitär- und Heizungsersteller aus der ganzen Welt sind dort vertreten.

Wir waren mit 4 Mitarbeitern auf dieser wichtigsten Messe vorort um uns neue Trends und Anregungen zu holen.

Die meisten Neuheiten gibt es im Bad. Das Bad, wie schon in den letzten Jahren zu beobachten, wird immer mehr zu einem zentralen, individuellen Wohnraum. Es steht sowohl in seiner Wichtigkeit als auch im Design Wohnräumen und Küche in nichts nach. Immer mehr namenhafte Designer haben das Bad für sich entdeckt und kreieren ihr eigenen Badlinien und Armaturen (sh. Einleitungsbild; Quelle: Hansa).

Als ganz klarer Trend kann das dünnwandige Porzellan von Waschtisch bzw. die Badewanne verschiedener Hersteller bezeichnet werden. Durch dieses speziell entwickelte Keramik ist es heute möglich millimeterdünne Wandungen herzustellen (sh. Fotos; Quelle: Keramag). Auf diesen Zug sind die Stahlwannenhersteller aufgesprungen. Durch ihren Werkstoff Stahl und ihre langjährige Erfahrung können sie widerstandsfähige, dünnwandige und pflegeleichte Waschtische und Badewannen herstellen. Aber auch hier finden sich Designer die diesen Werkstoff im Bad für sich entdeckt haben.

Der zweite wichtige Trend dreht sich ums WC. In Japan gelten Dusch-WCs als Standard und werden auch in der westlichen Welt immer stärker nachgefragt. In Deutschland führt das Dusch-WC, zu Unrecht noch ein Schattendasein. Das wird sich in den nächsten Jahren ändern, denn wer eines hat, ist davon überzeugt will es immer wieder nutzen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass fast alle namenhaften Hersteller mindestens 1 Dusch-WC-Modell im Angebot haben. Verschiedene Komfortabstufungen erklären die unterschiedlichen Preise innerhalb dieses Segments.

Die Gestaltung von Wand, Boden und Decke innerhalb des Bades verändert sich stark. Aus dem bis zur Decke gekachelten Raum aus den 1950ern – 1990ern wird jetzt eine Wohlfühloase mit Wohncharakter. Der Trend geht zu minimalistisch gefliesten Wänden z. B. im Retrolock der Jahrhundertwende, abgesetzt mit viel Putz, Holz, Tapete, Glas mit und ohne Fotodruck, Kunststoffplatten in verschiedensten Optiken als wasserfeste Alternative zur Fliese an der Duschwand und vielem mehr.

Beleuchtung spielt im modernen Bad eine wichtige Rolle. Das Licht am Spiegelschrank bzw. im Spiegel eingebaut ist, ist heute Standard. Dass Spiegel beheizbar sind um ein Anlaufen während des Duschens zu verhindern ist sicher die Ausnahme. Dimmbare Einbaulampen, beleuchtete Schränke, indirekt beleuchtetet Vorwände sind Mittel um Ihr Bad gemütlich aber auch praktisch zu gestalten. Ja selbst hinterleuchtete, hauchdünngeschliffene Natursteinplatten sind als einzigartiges Gestaltungselement im Bad umsetzbar. Denn jede Platte ist ein naturgewachsenes Unikat und wird durch die Hinterleuchtung wirksam in Szene gesetzt.

Durch die schier unendlichen Möglichkeiten ein Bad zu gestalten, ist jedes Bad individuell und einzigartig. Eine Sonderanfertigung auf die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt.