Förderstopp für barrierefreie Bäder

in 2016

Die Mittel des KfW-Programms "Altersgerecht Umbauen" (Nr. 455) sind ausgeschöpft. Zuschussanträge für entsprechende Badumbauten können derzeit nicht gestellt werden.

Die "völlig unerwartete" Entscheidung sei bedauerlich, weil gerade die "erfreulich starke Nutzung" dieser Fördervarianten ihre Relevanz beweise. Sie resultiert nach Aussage von Jens J. Wischmann aus den Konsequenzen des demografischen Wandels. Wie der Sprecher der von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft und dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima initiierten firmenneutralen Informationseinrichtung betont, erwächst daraus speziell im Wohnbereich ein "immenser Handlung- und Investitionsbedarf".

Während heute laut Statistischem Bundesamt 17 Mio. Deutsche und damit rund 21 % der Gesamtbevölkerung älter als 65 Jahre sind, steigen die Zahlen Prognosen zufolge bis 2030 auf 22 Mio. bzw. knapp 30 %. Gegenwärtig seien lediglich ca. 0,7 Mio. Wohnungen als weitgehend barrierefrei einzustufen. Es herrsche Einigkeit darüber, dass benötigter altersgerechter Wohnraum notwendig ist. Danach hat das Bad für 2/3 der Bevölkerung in altersgerechten Wohnungen Priorität.

Die Sanitärbranche appelliert deshalb an die Bundesregierung, das "effiziente Instrument" KfW-Förderung 2017 wieder einzuführen, dafür entsprechende Etatmittel zu bewilligen und dabei auch eine Aufstockung zu prüfen.
                                                       (Text teilweise aus Si-Information 09-2016 übernommen)