Frauenhofer-Studien zeigen: Wärmepumpen funktionieren auch ohne Sanierung!
Beim diesjährigen SHK-Verbandstag sprach der „Wärmepumpen-Papst“ Dr.-Ing. Marek Miara vom Fraunhofer ISE über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die Wärmepumpe. Er machte deutlich, dass viele alte Vorurteile längst widerlegt sind: Wärmepumpen funktionieren nicht nur in Neubauten, sondern auch in älteren und unsanierten Gebäuden — selbst dann, wenn dort „nur“ Heizkörper eingesetzt werden.

Als Beispiel nannte er Norwegen, wo Wärmepumpen bereits in sehr vielen Häusern zum Heizen genutzt werden, während Deutschland im internationalen Vergleich noch deutliches Potenzial hat. Auch die Fraunhofer-Feldstudien, die mehr als 400 Häuser über einige Jahre begleitete, zeigen: Wärmepumpen erreichen selbst im Altbau gute Effizienzwerte und können dort ökologische Vorteile gegenüber fossilen Heizsystemen bringen.

Das ist besonders wichtig, weil Öl- und Gasheizungen für viele Häuser längst keine notwendige Lösung mehr sind. Dennoch setzt die Bundesregierung nach wie vor auf Regelungen, die fossile Heizsysteme nicht konsequent zurückdrängen, obwohl die wissenschaftlichen Erkenntnisse eine klare Richtung vorgeben.
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in Beispiel dafür ist die sogenannte Bio-Treppe: Sie beschreibt Mindestvorgaben für den schrittweisen Einsatz erneuerbarer Energien bei neu eingebauten Heizungen. Kritiker bemängeln, dass solche Übergangslösungen die CO2-Reduktion ausbremsen, zusätzliche Kosten verursachen und fossile Technologien länger am Markt halten, obwohl Wärmepumpen in vielen Bestandsgebäuden bereits heute eine effiziente und klimafreundliche Alternative darstellen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Einfluss der Installation: Nicht nur das Gerät selbst, sondern auch die Qualität der Planung und des Einbaus entscheidet über die Effizienz. Vereinfacht gesagt gilt: Eine gut installierte Wärmepumpe kann im Alltag mehr bewirken als ein Premiumgerät mit schlechter Ausführung.